Aromaverbot E-Zigaretten: Streeck will süße Sorten verbieten

Das Aromaverbot E-Zigaretten ist wieder ganz oben in der politischen Debatte. Hendrik Streeck fordert, dass süße Aromen in E-Zigaretten verschwinden. Gemeint sind vor allem Geschmacksrichtungen, die wie Süßigkeiten, Desserts oder Snacks wirken, also alles, was besonders „naschig“ rüberkommt. Streeck sagt, solche Sorten und bunte Aufmachungen würden nikotinhaltige Produkte verharmlosen und gezielt junge Menschen ansprechen.

Damit bekommt das Thema Aromaverbot E-Zigaretten neuen Druck. Es geht nicht mehr nur um einzelne Geräte oder Einwegprodukte, sondern um die Frage, welche Geschmackswelten bei E-Zigaretten überhaupt noch gewollt sind.

Was genau Streeck meint

Beim Aromaverbot E-Zigaretten zielt Streeck nicht auf „Geschmack“ im Allgemeinen, sondern auf sehr süße Profile, die an bekannte Süßwaren oder Snackwelten erinnern. Es geht also nicht um eine neutrale Beschreibung wie „Beere“ oder „Tabak“, sondern um Sorten, die vom Gefühl her wie „Candy“, „Dessert“ oder „Snack“ wirken.

Er kritisiert außerdem, dass solche Geschmacksrichtungen oft mit auffälligen Verpackungen und Namen kombiniert werden. Genau diese Mischung soll nach seiner Ansicht den Einstieg erleichtern.

Was politisch gerade läuft

Zum Aromaverbot E-Zigaretten gibt es bereits ein laufendes Vorhaben: Nach den Berichten unterstützt Streeck das geplante Verbot bestimmter Aroma- und Kühlstoffe in E-Zigaretten. Dabei ist von 13 Stoffen die Rede, unter anderem Menthol. Dieses Paket soll über eine Verordnung umgesetzt werden.

Streeck will aber weitergehen als diese erste Stufe. Seine Forderung zielt darauf, süße Geschmackswelten grundsätzlich zurückzudrängen und nicht nur einzelne Stoffe zu streichen.

Widerspruch aus der Forschung

Gegenwind kommt ebenfalls. Der Suchtforscher Heino Stöver hält die Datenlage nach Berichten für zu dünn, um umfassende Verbote zu rechtfertigen. Damit steht beim Aromaverbot E-Zigaretten wieder der klassische Streit im Raum: Jugendschutz auf der einen Seite, auf der anderen Seite die Frage, ob strengere Regeln auch erwachsene Nutzer treffen, die E-Zigaretten als Alternative nutzen.

Was das für Hersteller und Shops bedeuten könnte

Sollte sich die Linie durchsetzen, wird das Aromaverbot E-Zigaretten für die Branche sehr praktisch.

Erstens müssten viele Sortimente umgebaut werden, weil süße Aromen und „Candy“-Profile ein großer Verkaufstreiber sind.
Zweitens müssten Namen, Verpackungen und Produktdarstellung stärker angepasst werden, wenn diese Elemente mit in den Fokus rücken.
Drittens würden Shops voraussichtlich weniger über „Sorte und Hype“ verkaufen können und stärker über Geräte, Handling und Beratung.

Kurz zusammengefasst

Das Aromaverbot E-Zigaretten wird durch Streecks Forderung wieder lauter. Er will ein Ende süßer Aromen und strengere Regeln für die Art, wie Produkte benannt und gestaltet werden. Parallel läuft bereits ein Plan, bestimmte Aroma- und Kühlstoffe zu verbieten. Gleichzeitig gibt es Widerspruch, weil nicht alle die Datenlage für ein breites Verbot als ausreichend ansehen.

Bildquelle: Fllow.com