Alarmierend: Testkäufe decken massive Verstöße im Jugendschutz auf!

Trotz klarer gesetzlicher Vorgaben gelingt es Jugendlichen weiterhin, Alkohol, Tabakwaren oder E-Zigaretten zu kaufen. Die aktuellen Jugendschutz Testkäufe 2025 aus Deutschland und Österreich zeigen: Der Schutz junger Menschen wird in vielen Läden nicht konsequent umgesetzt.

Göttingen: Testkäufe decken Schwächen auf

Im Landkreis Göttingen führte das Polizeikommissariat Duderstadt unter Aufsicht Jugendschutz Testkäufe 2025 durch. Mit verdeckten Käufer:innen – meist Schülerpraktikant:innen – wurde in 17 Geschäften versucht, Alkohol oder Tabak zu erwerben.

👉 Ergebnis: In 6 von 17 Läden wurden Suchtmittel rechtswidrig verkauft.
➡️ Das entspricht rund 35 Prozent – zwar besser als im Oktober 2024 (damals: 11 von 15), aber immer noch kritisch.

„Jugendschutz muss Alltag werden – nicht Ausnahme.“
– Polizeisprecher/in Göttingen

Gesetzliche Lage zum Jugendschutz

Nach dem deutschen Jugendschutzgesetz gilt:

  • Alkohol (ab 16 Jahren) – Spirituosen nur ab 18
  • Tabakwaren & E-Zigaretten – nur ab 18 Jahren
  • Glücksspielangebote – streng reglementiert, meist ab 18

Verstöße werden mit Bußgeldern bis 5.000 € geahndet, im Extremfall droht Lizenzentzug.

Warum Jugendschutz Testkäufe 2025 entscheidend sind

Testkäufe sind nicht nur Kontrolle – sie erfüllen auch wichtige Präventions- und Aufklärungsziele:

  • Verstöße identifizieren
  • Personal für Alterskontrollen sensibilisieren
  • Öffentliche Debatte anstoßen
  • Zugang zu Suchtmitteln einschränken

„Ich war überrascht, wie einfach das ging. Niemand hat nach meinem Ausweis gefragt.“
– Testkäuferin, 16 Jahre

Frühzeitiger Kontakt mit Alkohol, Nikotin oder Glücksspiel erhöht nachweislich das Risiko für gesundheitliche Langzeitschäden und Abhängigkeit.¹

Wien: Testkäufer ab 2025 auch für Glücksspiel im Einsatz

Österreich geht einen Schritt weiter: Ab 2025 werden in Wien 16- bis 17-Jährige offiziell als Testkäufer:innen eingesetzt – nicht nur für Alkohol und Tabak, sondern auch für Glücksspielangebote.

Ziel: realitätsnähere Ergebnisse, denn Verkäufer:innen reagieren oft unterschiedlich auf jüngere und ältere Jugendliche.

„In einer digitalen Welt braucht es moderne Kontrollen und klare Regeln.“
– Christoph Wiederkehr, Vizebürgermeister Wien

Die Jugendschutz Testkäufe 2025 machen deutlich: Einzelaktionen wirken, aber flächendeckende Umsetzung fehlt.

🔒 Was jetzt wichtig ist:

  • Regelmäßige, unangekündigte Testkäufe
  • Schulungspflicht für Verkaufspersonal
  • Konsequente Sanktionen bei Verstößen
  • Öffentlichkeitsarbeit – auch über Social Media

Jugendschutz ist kein Formalismus, sondern ein zentraler Schutzmechanismus für die Gesundheit und Entwicklung junger Menschen.

Bildquelle: envato.com