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Aug. 12, 2026Rauchverbote weltweit 2026: Diese Länder sind besonders streng
Rauchverbote weltweit unterscheiden sich teilweise erheblich. Während Rauchen in vielen Ländern vor allem in geschlossenen Arbeitsstätten, öffentlichen Verkehrsmitteln und Restaurants verboten ist, gehen einzelne Staaten und Städte deutlich weiter und beziehen Parks, Strände oder andere Außenbereiche ein.
Allerdings lässt sich nicht einfach sagen, dass ein bestimmtes Land „Rauchen in der Öffentlichkeit komplett verboten“ habe. Oft gelten Ausnahmen, ausgewiesene Raucherbereiche oder zusätzliche kommunale Vorschriften.
Auch Rauchen und Vaping werden rechtlich nicht überall gleich behandelt.
Dieser Überblick zeigt deshalb anhand konkreter Beispiele, wie unterschiedlich strenge Rauchverbote im Jahr 2026 tatsächlich aussehen.
Inhaltsverzeichnis
Warum gibt es Rauchverbote?
Der wichtigste Grund für Rauchverbote ist der Schutz vor Passivrauch.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Schutz vor Tabakrauch gibt es keinen sicheren Grenzwert für die Belastung durch Passivrauch.
Deshalb verpflichtet Artikel 8 des WHO-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs die Vertragsstaaten dazu, wirksame Maßnahmen zum Schutz vor Tabakrauch zu ergreifen.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere:
- geschlossene Arbeitsplätze
- öffentliche Verkehrsmittel
- öffentliche Innenräume
- weitere öffentliche Bereiche, soweit dies erforderlich ist
Viele Staaten sind inzwischen noch einen Schritt weiter gegangen und haben Rauchverbote zusätzlich auf bestimmte Außenbereiche ausgeweitet.
Rauchverbote weltweit sind nicht einheitlich
Bei einem internationalen Vergleich muss zwischen verschiedenen Regelungen unterschieden werden.
Ein Land kann beispielsweise ein umfassendes Rauchverbot in Innenräumen haben, ohne Rauchen auf öffentlichen Straßen zu verbieten.
Andere Staaten oder Städte beschränken zusätzlich das Rauchen in:
- Parks
- an Stränden
- auf Spielplätzen
- rund um Schulen
- an Bushaltestellen
- in Außenbereichen der Gastronomie
- auf öffentlichen Plätzen
Außerdem können nationale Gesetze durch regionale oder kommunale Vorschriften ergänzt werden.
Gerade Japan und die USA zeigen, warum pauschale Aussagen über ein ganzes Land häufig problematisch sind.
Irland: Vorreiter beim Rauchverbot am Arbeitsplatz
Irland gehört zu den bekanntesten Beispielen für weitreichenden Nichtraucherschutz.
Im Jahr 2004 führte das Land ein umfassendes nationales Rauchverbot an geschlossenen Arbeitsplätzen ein.
Die Regelung erfasste dabei auch:
- Restaurants
- Bars
- Pubs
- Clubs
- andere geschlossene Arbeitsstätten
Die irische Regierung bezeichnet die Regelung von 2004 als das erste umfassende nationale Rauchverbot an Arbeitsplätzen dieser Art weltweit.
Irland wurde dadurch früh zu einem wichtigen Beispiel für die Ausweitung rauchfreier Innenräume.
Frankreich: Rauchverbote seit 2025 auf viele Außenbereiche erweitert
Auch Frankreich hat seinen Nichtraucherschutz inzwischen deutlich ausgeweitet.
Rauchen ist bereits seit längerer Zeit unter anderem in geschlossenen öffentlichen Einrichtungen, am Arbeitsplatz und in öffentlichen Verkehrsmitteln eingeschränkt beziehungsweise verboten.
Seit dem 1. Juli 2025 gelten zusätzliche Verbote in zahlreichen Außenbereichen.
Nach den aktuellen Angaben des französischen staatlichen Informationsportals Service-Public darf unter anderem nicht geraucht werden:
- in öffentlichen Parks und Gärten
- an Stränden während der Badesaison
- in öffentlichen Verkehrshaltestellen während des Betriebs
- auf öffentlichen Spielplätzen
- in einem Bereich von zehn Metern rund um Eingänge von Schulen, Collèges und Lycées
- im entsprechenden Umfeld bestimmter Einrichtungen für Minderjährige
Damit hat Frankreich den Nichtraucherschutz deutlich über klassische Innenräume hinaus erweitert.
Wichtig ist allerdings auch hier: Die Vorschriften für E-Zigaretten sind nicht automatisch mit sämtlichen Rauchverboten identisch.
Mailand: Zehn-Meter-Regel im öffentlichen Außenbereich
Besonders weit geht die italienische Stadt Mailand.
Seit dem 1. Januar 2025 wurde das dortige Rauchverbot auf grundsätzlich alle öffentlichen Außenbereiche der Stadt ausgeweitet.
Eine Ausnahme besteht nach Angaben der Stadt Mailand zu ihren Rauchregeln im Freien für isolierte Orte, an denen ein Abstand von mindestens zehn Metern zu anderen Personen eingehalten werden kann.
Damit ist die häufig verwendete Aussage:
„In Mailand darf draußen überhaupt nicht mehr geraucht werden“
zu pauschal.
Korrekt ist vielmehr:
In öffentlichen Außenbereichen gilt grundsätzlich ein Rauchverbot, solange kein ausreichend isolierter Bereich mit mindestens zehn Metern Abstand zu anderen Personen vorhanden ist.
Eine weitere wichtige Besonderheit: Nach Angaben der Stadt bezieht sich diese kommunale Regelung nicht auf E-Zigaretten.
Neuseeland: Generationsverbot wurde wieder aufgehoben
Bei Neuseeland kursieren noch immer zahlreiche veraltete Informationen.
Ende 2022 hatte das Land tatsächlich ein international viel beachtetes Modell beschlossen. Menschen, die ab dem 1. Januar 2009 geboren wurden, sollten dauerhaft keine klassischen Tabakprodukte kaufen dürfen.
Dieses sogenannte Smokefree-Generation-Modell wurde jedoch 2024 wieder aufgehoben.
Das neuseeländische Parlament verabschiedete im März 2024 eine Gesetzesänderung, durch die unter anderem diese geplante Generationenregel gestrichen wurde.
Die ursprüngliche Behauptung, Neuseeland verbiete Personen bestimmter jüngerer Jahrgänge heute dauerhaft den Zigarettenkauf, ist deshalb nicht mehr richtig.
Neuseeland verfügt trotzdem weiterhin über weitreichende Rauchverbote.
Nach Angaben des neuseeländischen Gesundheitsministeriums sind Rauchen und Vaping unter anderem verboten:
- in geschlossenen Arbeitsstätten
- in geschlossenen Bereichen lizenzierter Gaststätten
- in bestimmten öffentlichen Innenbereichen
- auf dem Gelände von Schulen
- auf dem Gelände frühkindlicher Bildungseinrichtungen
Kommunen können darüber hinaus eigene Regeln für öffentliche Bereiche erlassen.
Seit dem 17. Juni 2025 gilt in Neuseeland außerdem ein separates Verbot für Verkauf und Abgabe bestimmter Einweg-Vapes.
Das hat jedoch nichts mit dem zuvor geplanten Generationenverbot für Zigaretten zu tun.
Tokio: Kein pauschales Rauchverbot im gesamten Freien
Auch über Tokio wird häufig zu allgemein berichtet.
Die Aussage:
„In Tokio darf man draußen nur in Raucherzonen rauchen“
ist für die gesamte Metropole zu pauschal.
Nach den offiziellen Regeln der Präfektur Tokio zum Schutz vor Passivrauch sind Einrichtungen, die von mindestens zwei Personen genutzt werden, grundsätzlich in ihren Innenbereichen rauchfrei.
Je nach Art der Einrichtung können bestimmte gesetzeskonforme Raucherbereiche vorgesehen sein.
Zu den erfassten Einrichtungen gehören beispielsweise:
- Restaurants
- Büros
- Unterhaltungseinrichtungen
- Einkaufs- und Geschäftsgebäude
- Schulen
- Krankenhäuser
Für Außenbereiche ist die Situation komplizierter.
Neben den nationalen und metropolitanen Vorschriften können einzelne Bezirke eigene Regeln für das Rauchen auf Straßen und öffentlichen Flächen festlegen.
Deshalb gibt es in Tokio zwar zahlreiche Bereiche, in denen Rauchen außerhalb ausgewiesener Stellen eingeschränkt ist, aber kein einfaches einheitliches Rauchverbot für sämtliche Außenflächen der gesamten Metropole.
New York City: Rauchverbot auch in Parks und an Stränden
New York City gehört ebenfalls zu den Städten mit umfangreichen Rauchbeschränkungen.
Nach den aktuellen Regeln von NYC Parks sind Rauchen und Vaping unter anderem verboten in:
- städtischen Parks
- an Stränden
- auf Boardwalks
- auf öffentlichen Golfplätzen
- auf bestimmten Sportanlagen
- auf Fußgängerplätzen
Eine bekannte Ausnahme bilden bestimmte Mittelstreifen innerhalb des Parksystems.
Zusätzlich untersagt der New Yorker Smoke-Free Air Act Rauchen und Vaping in Restaurants und Bars.
Das gilt dort ausdrücklich sowohl für Innenbereiche als auch für Außenbereiche der Gastronomie.
Damit geht New York City deutlich über ein klassisches Rauchverbot ausschließlich in geschlossenen Restaurants hinaus.
Bhutan: Rauchen in öffentlichen Bereichen verboten
Bhutan gilt seit vielen Jahren als eines der Länder mit einer besonders strengen Tabakpolitik.
Auch hier sollte jedoch auf übertriebene Formulierungen verzichtet werden.
Die Aussage:
„In Bhutan ist Rauchen überall komplett verboten“
wäre nicht präzise.
Die Bhutan Food and Drug Authority erinnerte noch am 17. Juni 2026 ausdrücklich daran, dass Rauchen in öffentlichen Bereichen nach dem Tobacco Control (Amendment) Act of Bhutan 2021 verboten ist.
Die aktuelle Mitteilung der Bhutan Food and Drug Authority nennt für einen Verstoß eine Geldbuße von 500 Ngultrum pro Vorfall.
Gleichzeitig beschäftigt sich Bhutan mit Standards für ausgewiesene Raucherbereiche.
Deshalb sollte das Land nicht mit einem pauschalen Verbot des Rauchens an jedem denkbaren Ort beschrieben werden.
Richtig ist jedoch, dass das Rauchen in öffentlichen Bereichen streng reguliert und sanktioniert wird.
Rauchverbot bedeutet nicht automatisch Vape-Verbot
Ein besonders wichtiger Punkt bei Rauchverboten weltweit ist die Unterscheidung zwischen klassischen Tabakzigaretten und E-Zigaretten.
Manche Staaten behandeln beide Produktgruppen weitgehend gleich.
Andere unterscheiden ausdrücklich zwischen:
- Rauchen
- Vaping
- Tabakerhitzern
Mailand ist hierfür ein gutes Beispiel: Das weitreichende kommunale Outdoor-Rauchverbot bezieht sich nach Angaben der Stadt nicht auf E-Zigaretten.
New York City wiederum bezieht Vaping in zahlreiche Rauchverbotsbereiche ausdrücklich mit ein.
Auch in Deutschland gibt es keine einfache Regel, nach der jedes Rauchverbot automatisch identisch für E-Zigaretten gelten muss. Besonders am Arbeitsplatz können zusätzlich Hausrecht, Arbeitsschutz und betriebliche Vorgaben relevant sein. Mehr dazu erklären wir in unserem Beitrag zu Vaping am Arbeitsplatz und den geltenden Regeln.
Vergleich: Wie streng sind die Rauchverbote?
Die Beispiele zeigen die unterschiedlichen Ansätze besonders deutlich:
| Ort | Wichtige Regel |
|---|---|
| Irland | umfassendes Rauchverbot in geschlossenen Arbeitsstätten seit 2004 |
| Frankreich | seit 2025 zusätzlich zahlreiche Parks, Strände und Bereiche um Schulen rauchfrei |
| Mailand | öffentliches Rauchen draußen grundsätzlich nur mit mindestens 10 m Abstand zu anderen Personen |
| Neuseeland | umfassende rauchfreie Innen- und Schulbereiche; Generationenverbot 2024 aufgehoben |
| Tokio | weitreichende Indoor-Regeln; zusätzliche Outdoor-Regeln abhängig vom Bezirk |
| New York City | unter anderem Parks, Strände und Gastronomie-Außenbereiche rauch- bzw. teilweise vapefrei |
| Bhutan | Rauchen in öffentlichen Bereichen verboten; Verstöße werden sanktioniert |
Die Tabelle verdeutlicht gleichzeitig, warum ein Ranking nach dem Motto „Welches Land hat das strengste Rauchverbot?“ schwierig ist.
Die gesetzlichen Systeme unterscheiden sich zu stark.
Warum lokale Regeln immer wichtiger werden
Ein weiterer Trend besteht darin, dass Rauchverbote nicht ausschließlich auf nationaler Ebene entstehen.
Mailand zeigt beispielsweise, wie eine Stadt strengere Outdoor-Regeln einführen kann.
Auch in Tokio hängen bestimmte Beschränkungen davon ab, in welchem Bezirk man sich befindet.
In New York City gelten wiederum kommunale Regeln, die über bundes- oder bundesstaatliche Vorschriften hinausgehen können.
Für Reisende bedeutet das: Die Vorschriften eines Landes allein reichen nicht immer aus, um zu wissen, wo tatsächlich geraucht werden darf.
Vor Ort können zusätzliche Regeln gelten.
Rauchverbote und Jugendschutz
Nichtraucherschutz und Jugendschutz überschneiden sich in vielen Ländern.
Besonders häufig werden Bereiche geschützt, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten.
Dazu gehören beispielsweise:
- Schulen
- Spielplätze
- Sportstätten
- Parks
- Einrichtungen zur Kinderbetreuung
- Bereiche unmittelbar vor Schulen
Frankreich hat seine Verbote seit 2025 beispielsweise ausdrücklich auf zusätzliche Außenbereiche rund um Schulen und andere Einrichtungen für Minderjährige erweitert.
Auch bei Vapes spielt der Jugendschutz zunehmend eine Rolle. Wie sich der Konsum in Deutschland entwickelt, zeigen die aktuellen Zahlen in unserem Beitrag über Vapes bei Jugendlichen in Deutschland 2026.
Werden Rauchverbote weltweit immer strenger?
In vielen Ländern lässt sich eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes beobachten.
Besonders deutlich wird das an Außenbereichen.
Während ältere Rauchverbote häufig hauptsächlich geschlossene Arbeitsstätten, Restaurants und Verkehrsmittel erfassten, beziehen neuere Regelungen zunehmend auch:
- Parks
- Strände
- Schulumfelder
- Spielplätze
- Haltestellen
- Gastronomie-Außenbereiche
ein.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Land dieselbe Strategie verfolgt.
Neuseeland zeigt sogar, dass bereits beschlossene Maßnahmen politisch wieder zurückgenommen werden können. Das 2022 beschlossene Generationenmodell wurde 2024 aufgehoben.
Rauchpolitik entwickelt sich deshalb nicht überall ausschließlich in eine Richtung.
Was Reisende beachten sollten
Wer ins Ausland reist, sollte sich nicht ausschließlich auf allgemeine Aussagen wie „Rauchen draußen erlaubt“ oder „Rauchen verboten“ verlassen.
Entscheidend können sein:
- nationale Gesetze
- regionale Vorschriften
- kommunale Verordnungen
- Hausordnungen
- ausgewiesene Raucherbereiche
- besondere Regeln für Strände oder Parks
- unterschiedliche Vorschriften für Vapes
Gerade in Städten wie Tokio oder Mailand können lokale Regelungen deutlich wichtiger sein als eine allgemeine Aussage über das jeweilige Land.
Bei Verstößen können je nach Staat oder Stadt Geldbußen drohen.
Fazit: Rauchverbote weltweit unterscheiden sich stark
Rauchverbote weltweit sind 2026 deutlich komplexer, als ein einfacher Vergleich zunächst vermuten lässt.
Irland gehört seit 2004 zu den Vorreitern bei rauchfreien Arbeitsstätten. Frankreich hat seine Verbote seit Juli 2025 auf zahlreiche öffentliche Außenbereiche ausgeweitet. Mailand verlangt in öffentlichen Außenbereichen grundsätzlich einen Abstand von mindestens zehn Metern zu anderen Personen.
New York City verbietet Rauchen und teilweise auch Vaping unter anderem in Parks, an Stränden und in den Außenbereichen von Restaurants.
Tokio verfügt über strenge Regeln für Innenräume, während im Freien zusätzlich lokale Vorschriften der einzelnen Bezirke entscheidend sein können.
Auch Bhutan verfolgt eine strenge Linie und untersagt Rauchen in öffentlichen Bereichen.
Eine wichtige Korrektur betrifft dagegen Neuseeland: Das viel diskutierte Generationenverbot für jüngere Jahrgänge wurde bereits im März 2024 aufgehoben und ist 2026 nicht in Kraft.
Deshalb gilt bei internationalen Rauchverboten mehr denn je: Nicht Schlagzeilen, sondern die jeweils aktuellen nationalen und lokalen Vorschriften entscheiden darüber, wo tatsächlich geraucht oder gevaped werden darf.
Stand: August 2026
Bildquelle: envato.com

