Zoll entdeckt 36.000 Schmuggelzigaretten in geheimem Dachversteck

Schmuggelzigaretten haben Beamte des Hauptzollamts Ulm bei einer Kontrolle nahe Dornstadt entdeckt. Die Zöllner fanden am Abend des 24. Mai 2026 insgesamt 36.000 unversteuerte Zigaretten in einem speziell präparierten Dachversteck eines Transporters.

Der bulgarische Renault Master war zuvor auf der Autobahn 8 unterwegs und wurde von den Einsatzkräften zur Kontrollstelle an der Bundesstraße 10 bei Dornstadt geleitet.

Schmuggelzigaretten hinter doppelter Wand versteckt

Bei der Kontrolle befragten die Zollbeamten die acht Insassen des Fahrzeugs. Nach Angaben des Hauptzollamts Ulm erklärten diese zunächst, lediglich einige Schachteln Zigaretten mitzuführen.

Während der Überprüfung fiel den Fahndern jedoch ein ungewöhnlicher Dachaufbau über der Fahrerkabine auf. Dieser ließ sich weder von außen noch aus dem Fahrzeuginneren öffnen.

Der Verdacht bestätigte sich erst nach dem Einsatz eines speziellen Hohlraumsichtgeräts. Hinter einer doppelten Wand im Dachaufbau entdeckten die Beamten die versteckten Zigaretten.

Zoll stellt 36.000 Schmuggelzigaretten sicher

Die insgesamt 36.000 aufgefundenen Zigaretten wurden umgehend sichergestellt.

Nach Angaben des Zolls handelt es sich um unversteuerte Tabakwaren. Der durch die nicht entrichtete Tabaksteuer entstandene Steuerschaden wird auf rund 7.200 Euro geschätzt.

Solche Verstecke werden von den Behörden regelmäßig entdeckt, zeigen aber gleichzeitig, mit welchem Aufwand Schmuggelware teilweise transportiert wird.

Verfahren wegen Verdachts der Steuerhinterziehung

Gegen den 37-jährigen Fahrer des Transporters wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet.

Ob weitere Personen an dem mutmaßlichen Schmuggel beteiligt waren, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die weiteren Untersuchungen übernimmt die Strafsachenstelle des Hauptzollamts Ulm.

Hohlraumtechnik bringt Versteck ans Licht

Der aktuelle Fall zeigt erneut die Bedeutung technischer Kontrollmittel bei der Bekämpfung des Zigarettenschmuggels.

Ohne den Einsatz eines Hohlraumsichtgeräts wäre das professionell angelegte Versteck vermutlich nur schwer zu entdecken gewesen. Erst die technische Untersuchung brachte die hinter der doppelten Wand verborgenen Schmuggelzigaretten zum Vorschein.

Ermittlungen dauern an

Die Ermittlungen des Hauptzollamts Ulm dauern an. Für den Beschuldigten gilt bis zum Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.

Ob sich der Verdacht der Steuerhinterziehung bestätigt und ob weitere Beteiligte identifiziert werden können, soll im weiteren Verlauf des Verfahrens geklärt werden.

Bildquelle: zoll.de