Tabaksteuer Polen 2026: Aktuelle Vape-Steuern und Pläne für 2027

Die Tabaksteuer Polen 2025 brachte für den Vape-Markt mehrere einschneidende Änderungen. Innerhalb weniger Monate erhöhte Polen zunächst die Verbrauchsteuer auf E-Liquids und führte anschließend zusätzliche Abgaben auf Einweg-E-Zigaretten, wiederverwendbare Vape-Geräte und bestimmte Bauteilsets ein.

Zu Jahresbeginn betrug die polnische Verbrauchsteuer auf E-Liquids noch 0,55 Złoty pro Milliliter. Ab dem 1. März 2025 stieg sie auf 0,96 Złoty pro Milliliter.

Damit erhöhte sich die Liquidsteuer innerhalb eines Schrittes um rund 75 Prozent.

Noch größer war die Veränderung ab dem 1. Juli 2025: Seit diesem Zeitpunkt wurden erstmals auch bestimmte Vape-Geräte mit einer festen Verbrauchsteuer von 40 Złoty pro Stück belastet.

Die offiziellen Steuersätze veröffentlicht das polnische Finanzministerium in seiner Übersicht zur Verbrauchsteuer.

Hinweis: Dieser Beitrag dokumentiert bewusst die Entwicklung im Jahr 2025. Die aktuell geltenden Sätze findest du in unserem Beitrag zur Tabaksteuer in Polen 2026.

Tabaksteuer Polen 2025: Was änderte sich?

Das Jahr 2025 lässt sich beim polnischen Vape-Markt in mehrere Phasen unterteilen.

Zum 1. Januar 2025 lag die Verbrauchsteuer auf E-Liquids zunächst bei:

0,55 Złoty pro Milliliter.

Ab dem 1. März 2025 erhöhte Polen diesen Betrag auf:

0,96 Złoty pro Milliliter.

Ab dem 1. Juli 2025 kamen weitere Abgaben hinzu.

Für bestimmte Produkte galten danach folgende Steuersätze:

  • E-Liquid: 0,96 PLN pro ml
  • Einweg-E-Zigarette: 40 PLN pro Gerät plus 0,96 PLN je ml enthaltenem Liquid
  • Vape-Gerät: 40 PLN pro Stück
  • bestimmtes Bauteilset für Vape-Geräte: 40 PLN pro Set

Damit wurde die Verbrauchsteuer 2025 deutlich stärker auf den eigentlichen Vape-Markt ausgeweitet.

Liquidsteuer stieg im März 2025 deutlich

Bis Ende Februar 2025 betrug die polnische Verbrauchsteuer auf E-Liquids 0,55 Złoty pro Milliliter.

Seit dem 1. März 2025 waren es 0,96 Złoty pro Milliliter.

Bei einer 10-ml-Flasche bedeutete das rechnerisch:

vor März 2025:
10 ml × 0,55 PLN = 5,50 PLN Verbrauchsteuer

ab März 2025:
10 ml × 0,96 PLN = 9,60 PLN Verbrauchsteuer

Allein die Verbrauchsteuer erhöhte sich bei einer 10-ml-Flasche damit um 4,10 Złoty.

Das entspricht einem Anstieg von rund 75 Prozent gegenüber dem zuvor geltenden Steuersatz.

Wichtig ist jedoch: Daraus lässt sich nicht automatisch ableiten, dass auch der Endverkaufspreis eines Liquids um exakt 75 Prozent steigen musste. Verkaufspreise hängen zusätzlich von Einkaufspreisen, Mehrwertsteuer, Handelsspannen und weiteren Kosten ab.

Ab Juli 2025 erstmals 40 Złoty Steuer auf Vape-Geräte

Eine weitere grundlegende Änderung folgte zum 1. Juli 2025.

Mit dem polnischen Gesetz vom 20. Februar 2025 wurde die Verbrauchsteuer auf zusätzliche Produktgruppen ausgeweitet.

Nach den Erläuterungen des polnischen Finanzministeriums zu den Änderungen ab Juli 2025 beträgt die Steuer auf erfasste Vape-Geräte seitdem:

40 Złoty pro Stück.

Zu den gesetzlich definierten Verdampfungsgeräten gehören unter anderem bestimmte wiederverwendbare E-Zigaretten, Tabakerhitzer und multifunktionale Geräte.

Damit besteuerte Polen nicht länger ausschließlich das Liquid beziehungsweise andere Verbrauchsprodukte, sondern zusätzlich bestimmte Hardware.

Einweg-Vapes wurden besonders stark belastet

Bei Einweg-E-Zigaretten kombinierte Polen ab dem 1. Juli 2025 zwei Steuerbestandteile.

Zum normalen Steuersatz auf das enthaltene Liquid kam ein zusätzlicher Betrag von 40 Złoty pro Einweg-E-Zigarette.

Bei einer Einweg-Vape mit 2 ml Liquid ergibt sich für den damaligen Steuersatz von 2025 folgende Rechnung:

2 ml × 0,96 PLN = 1,92 PLN

zuzüglich

40 PLN Zusatzsteuer

ergibt:

41,92 PLN Verbrauchsteuer.

Dabei handelt es sich ausschließlich um die polnische Verbrauchsteuer und nicht um den vollständigen Verkaufspreis des Produkts.

Gerade bei vergleichsweise günstigen Einwegprodukten war der zusätzliche feste Betrag von 40 Złoty deshalb besonders relevant.

Was galt als Einweg-E-Zigarette?

Die Reform definierte auch genauer, welche Produkte steuerlich als Einweg-E-Zigaretten behandelt werden.

Nach den Erläuterungen des Finanzministeriums handelt es sich um Geräte, die Aerosol aus bereits enthaltenem E-Liquid erzeugen und weder zur erneuten Befüllung mit Liquid noch zum Austausch des Liquidbehälters bestimmt sind.

Dabei ist ein wichtiger Punkt zu beachten:

Ein Gerät muss nicht zwingend einen fest verbauten Akku besitzen, um steuerlich als Einweg-E-Zigarette zu gelten.

Auch Geräte, die eine externe Stromversorgung oder Steuerung benötigen, können unter die entsprechende Definition fallen, sofern das Liquid-System nicht zum Wiederbefüllen oder Austauschen vorgesehen ist.

Wiederverwendbare Vape-Geräte wurden ebenfalls besteuert

Die Reform von 2025 betraf deshalb nicht ausschließlich klassische Disposable Vapes.

Auch bestimmte wiederverwendbare E-Zigaretten wurden als Verdampfungsgeräte in die Verbrauchsteuer einbezogen.

Seit dem 1. Juli 2025 galt dafür grundsätzlich:

40 Złoty Verbrauchsteuer pro Gerät.

Der entscheidende Unterschied zu Einweg-Vapes bestand darin, dass bei einem normalen wiederverwendbaren Gerät nicht automatisch zusätzlich Liquid im Gerät mitbesteuert wurde.

Das separat gekaufte E-Liquid unterlag dagegen weiterhin seiner eigenen Verbrauchsteuer pro Milliliter.

Auch bestimmte Bauteilsets wurden erfasst

Zusätzlich nahm Polen bestimmte Bauteilsets für Verdampfungsgeräte in die Verbrauchsteuer auf.

Dafür wurde ebenfalls ein Satz von:

40 Złoty pro Set

festgelegt.

Das Gesetz zielte damit darauf ab, eine Umgehung der Gerätesteuer durch den Verkauf eines Vape-Geräts in einzelnen, gemeinsam angebotenen Komponenten zu erschweren.

Nicht jedes beliebige Ersatzteil wurde dadurch automatisch zu einem mit 40 Złoty besteuerten Gerät.

Entscheidend ist die gesetzliche Einordnung des jeweiligen Produkts beziehungsweise Sets.

Warum „dreimal so teuer“ zu pauschal war

Im Zusammenhang mit der polnischen Steuerreform tauchten 2025 teilweise Aussagen auf, E-Zigaretten würden dadurch pauschal „dreimal so teuer“.

So allgemein lässt sich das jedoch nicht sagen.

Die tatsächliche Preisentwicklung hing stark vom Produkt ab.

Bei Einweg-E-Zigaretten fiel die feste Zusatzsteuer von 40 Złoty besonders stark ins Gewicht. Bei einem höherpreisigen wiederverwendbaren Gerät war der prozentuale Effekt dagegen anders.

Hinzu kamen Faktoren wie:

Einkaufspreis, Mehrwertsteuer, Händlerkalkulation, Herstellerpreise und vorhandene Lagerbestände.

Deshalb lässt sich aus der Höhe der Verbrauchsteuer keine einheitliche prozentuale Preissteigerung für sämtliche Vapes ableiten.

Warum Polen die Vape-Besteuerung ausweitete

Die Änderungen waren Teil einer umfassenderen Anpassung der polnischen Verbrauchsteuerpolitik.

Polen hatte bereits zuvor eine sogenannte Verbrauchsteuer-Roadmap für Tabak- und Nikotinprodukte beschlossen.

2025 wurde dieser Ansatz erweitert.

Neben der höheren Liquidsteuer wurden nun auch bisher nicht in gleicher Weise besteuerte Produktgruppen erfasst.

Dazu gehörten insbesondere Verdampfungsgeräte, Bauteilsets und Einweg-E-Zigaretten.

Im August 2025 kamen außerdem neue Verbrauchsteuerregelungen für Nikotinbeutel und weitere Nikotinprodukte hinzu.

Damit entwickelte sich die polnische Verbrauchsteuer zunehmend von einer reinen Besteuerung klassischer Tabakprodukte hin zu einer breiteren Besteuerung verschiedener Nikotin- und Vape-Produkte.

Polen und Deutschland gingen unterschiedliche Wege

Auch Deutschland erhöhte seine Belastung auf E-Liquids im Jahr 2025.

Die Systeme unterscheiden sich jedoch deutlich.

Deutschland besteuerte das E-Liquid über die Tabaksteuer pro Milliliter, erhob 2025 aber keine mit der polnischen 40-Złoty-Abgabe vergleichbare allgemeine Verbrauchsteuer auf ein gewöhnliches wiederverwendbares Vape-Gerät.

Welche Regeln hierzulande damals galten, haben wir in unserem Überblick zum Vape-Gesetz in Deutschland 2025 zusammengefasst.

Ein direkter Preisvergleich allein anhand der Liquidsteuer wäre deshalb irreführend.

Welche Folgen hatte die 40-Złoty-Abgabe?

Besonders für günstige Produkte änderte die feste Gerätesteuer die Kalkulation erheblich.

Ein Gerät, das zuvor nur einen vergleichsweise niedrigen Einkaufspreis hatte, wurde unabhängig von diesem Warenwert mit einem festen Steuerbetrag belastet.

Bei Einweg-E-Zigaretten kam zusätzlich die Steuer auf das enthaltene Liquid hinzu.

Damit verschob sich insbesondere bei günstigen Disposables ein großer Teil der steuerlichen Belastung vom Liquid hin zum Gerät selbst.

Für Händler bedeutete die Reform zugleich neue Anforderungen an Warenbezug, Steuerbehandlung und Preisgestaltung.

Keine automatische Aussage über Schwarzmarkt oder Verkaufszahlen

Höhere Verbrauchsteuern können Anreize für nicht ordnungsgemäß versteuerte Handelswege schaffen.

Aus der Steuererhöhung allein lässt sich allerdings nicht seriös ableiten, wie stark der illegale Vape-Markt in Polen dadurch tatsächlich gewachsen ist.

Dafür wären belastbare Markt-, Zoll- oder Strafverfolgungsdaten notwendig.

Deshalb sollte zwischen einer möglichen wirtschaftlichen Wirkung hoher Steuern und tatsächlich nachgewiesenen Entwicklungen unterschieden werden.

Auch konkrete Aussagen über Absatzrückgänge oder einen bestimmten Anstieg des Schwarzmarkts sollten nur mit entsprechenden Daten getroffen werden.

2025 war nur eine Stufe der polnischen Steuerentwicklung

Die polnische Vape-Besteuerung blieb nach 2025 nicht unverändert.

Für E-Liquids sah die Steuerplanung weitere Erhöhungen vor. Gleichzeitig wurden auch nach der Reform weitere Änderungen an der Besteuerung von Vape-Produkten diskutiert und beschlossen beziehungsweise vorgeschlagen.

Deshalb eignet sich der Stand von 2025 heute vor allem zur historischen Einordnung.

Wer wissen möchte, welche Verbrauchsteuern aktuell gelten und welche Änderungen für 2027 diskutiert werden, findet die aktuellen Werte in unserem Beitrag zur Tabaksteuer Polen 2026 und den weiteren Steuerplänen.

Fazit: 2025 veränderte Polen seine Vape-Steuern grundlegend

Die Tabaksteuer Polen 2025 markierte einen deutlichen Wendepunkt für den polnischen Vape-Markt.

Zu Jahresbeginn lag die Verbrauchsteuer auf E-Liquids noch bei 0,55 Złoty pro Milliliter. Seit dem 1. März 2025 betrug sie 0,96 Złoty pro Milliliter.

Ab dem 1. Juli 2025 weitete Polen die Besteuerung zusätzlich auf bestimmte Vape-Geräte und Bauteilsets aus. Dafür wurden grundsätzlich 40 Złoty pro Gerät beziehungsweise Set fällig.

Bei Einweg-E-Zigaretten kam der feste Betrag von 40 Złoty zusätzlich zur Verbrauchsteuer auf das enthaltene Liquid hinzu.

Damit veränderte sich 2025 nicht nur die Höhe der Liquidsteuer. Polen erweiterte zugleich grundsätzlich, welche Vape-Produkte überhaupt von der Verbrauchsteuer erfasst wurden.

Pauschale Aussagen wie „alle E-Zigaretten wurden dreimal so teuer“ greifen dabei zu kurz. Wie stark sich die Steuer auf den tatsächlichen Verkaufspreis auswirkte, hing vom jeweiligen Produkt und seiner Preiskalkulation ab.

Für die heute geltenden Steuersätze sollte deshalb nicht mehr dieser historische Beitrag, sondern der aktuelle Polen-2026-Überblick herangezogen werden.

Bildquelle: ChatGPT.com