Moderne Tabakerzeugnisse 2026: Vapes, Tabakerhitzer und neue Konsumtrends

Moderne Tabakerzeugnisse verändern 2026 die Art, wie Nikotin konsumiert und gesellschaftlich wahrgenommen wird. Neben der klassischen Zigarette spielen heute E-Zigaretten, Einweg-Vapes, Mehrweg-Systeme und Tabakerhitzer eine sichtbare Rolle.

Dabei ist eine wichtige begriffliche Unterscheidung notwendig: Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Vapes und andere Nikotinprodukte häufig unter moderne Tabakerzeugnisse zusammengefasst. Rechtlich und technisch ist jedoch nicht jedes dieser Produkte tatsächlich ein Tabakerzeugnis. E-Zigaretten enthalten beispielsweise keinen Tabak, während Tabakerhitzer speziell verarbeiteten Tabak verwenden.

Auch die Annahme, klassische Zigaretten würden inzwischen vollständig von modernen Produkten verdrängt, lässt sich mit aktuellen Daten nicht belegen. Bei Jugendlichen in Deutschland ist der Anteil Rauchender zwischen 2021 und 2025 sogar wieder gestiegen. Gleichzeitig nimmt insbesondere der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten deutlich zu.

Der Markt entwickelt sich daher nicht einfach von „Zigarette zu Vape“. Vielmehr existieren klassische und moderne Tabakerzeugnisse sowie neue Nikotinprodukte zunehmend nebeneinander.

Was sind moderne Tabakerzeugnisse?

Der Begriff moderne Tabakerzeugnisse wird häufig als Sammelbezeichnung für neuere Formen des Tabak- und Nikotinkonsums verwendet.

Dabei sollten die einzelnen Produktgruppen getrennt betrachtet werden.

Klassische Tabakzigaretten verbrennen Tabak und erzeugen dabei Rauch.

Tabakerhitzer verwenden speziell verarbeiteten Tabak, erhitzen diesen jedoch, anstatt ihn wie bei einer herkömmlichen Zigarette zu verbrennen.

E-Zigaretten und Vapes erhitzen dagegen eine Flüssigkeit, das sogenannte Liquid. Sie enthalten keinen Tabak. Je nach Produkt kann das Liquid Nikotin enthalten oder nikotinfrei sein.

Einweg-E-Zigaretten sind auf eine begrenzte Nutzung ausgelegt, während Mehrweg- beziehungsweise Pod-Systeme länger verwendet und je nach Bauart mit neuen Pods oder Liquid weiterbetrieben werden können.

Deshalb ist „moderne Tabakerzeugnisse“ als redaktioneller Oberbegriff verständlich, rechtlich jedoch nicht für jede dieser Produktgruppen exakt.

Moderne Tabakerzeugnisse ersetzen klassische Zigaretten nicht vollständig

Im früheren Artikel entstand der Eindruck, klassische Zigaretten würden kontinuierlich an Bedeutung verlieren und moderne Produkte inzwischen den Markt dominieren.

So pauschal lässt sich die Entwicklung nicht beschreiben.

Die Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zeigt bei Jugendlichen sogar eine gegenläufige Entwicklung.

Im Jahr 2021 bezeichneten sich 6,1 Prozent der 12- bis 17-Jährigen als Raucherinnen oder Raucher.

2025 waren es bereits:

9,6 Prozent.

Bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren entwickelte sich das Rauchen dagegen rückläufig. Dort sank der entsprechende Anteil zwischen 2021 und 2025 von 29,8 auf 26,3 Prozent.

Damit verlaufen die Entwicklungen je nach Altersgruppe unterschiedlich.

Vapes gewinnen gleichzeitig an Bedeutung

Während klassische Zigaretten bei Jugendlichen weiterhin eine Rolle spielen, haben insbesondere Mehrweg-E-Zigaretten deutlich zugelegt.

Bei den 12- bis 17-Jährigen ergaben sich für 2025 folgende 30-Tage-Prävalenzen:

ProduktNutzung in den letzten 30 Tagen
Tabakzigaretten7,9 %
Mehrweg-E-Zigaretten7,3 %
Einweg-E-Zigaretten5,5 %
Wasserpfeifen2,0 %
Nikotinbeutel1,9 %
Tabakerhitzer0,4 %

Die Werte zeigen, dass die klassische Zigarette bei Jugendlichen weiterhin knapp vor Mehrweg-E-Zigaretten liegt.

Gleichzeitig befinden sich Vapes inzwischen fast auf demselben Niveau.

Eine ausführliche Auswertung findest du in unserem Beitrag zu den aktuellen Zahlen über Vapes bei Jugendlichen in Deutschland.

Mehrweg-E-Zigaretten legen besonders stark zu

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei wiederverwendbaren E-Zigaretten.

Bei männlichen Jugendlichen stieg der Anteil der Konsumierenden zwischen 2021 und 2025 von:

2,9 auf 6,7 Prozent.

Bei weiblichen Jugendlichen erhöhte sich der Wert im selben Zeitraum von:

1,8 auf 7,8 Prozent.

Damit hat sich der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten insbesondere bei Mädchen deutlich verändert.

Die Entwicklung zeigt zugleich, warum es inzwischen zu kurz greift, die Diskussion über moderne Tabakerzeugnisse und Nikotinprodukte ausschließlich auf Einweg-E-Zigaretten zu konzentrieren.

Pod-Systeme und andere wiederverwendbare Geräte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Moderne Tabakerzeugnisse und Nikotinprodukte existieren nebeneinander

Die aktuellen Zahlen sprechen eher für einen vielfältiger werdenden Nikotinmarkt als für einen einfachen Austausch der klassischen Zigarette.

Bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren lag die 30-Tage-Prävalenz der Tabakzigarette 2025 bei 24,4 Prozent.

Mehrweg-E-Zigaretten lagen bei 12,7 Prozent, Einweg-E-Zigaretten bei 8,1 Prozent.

Daraus lässt sich nicht ableiten, dass alle Menschen, die Vapes nutzen, dadurch mit dem Rauchen aufgehört hätten.

Ebenso wenig lässt sich aus den Zahlen schließen, dass jeder Vape-Nutzer zusätzlich Zigaretten raucht.

Für solche Aussagen müsste das konkrete Konsumverhalten einzelner Personen betrachtet werden.

Sind moderne Tabakerzeugnisse weniger schädlich?

Eine pauschale Antwort ist nicht möglich, weil sich die einzelnen Produkte technisch stark unterscheiden.

Auch die gesundheitliche Einordnung des alten Artikels war an dieser Stelle zu ungenau.

Dort entstand der Eindruck, die Aussage, E-Zigaretten seien weniger schädlich als klassische Zigaretten, sei wissenschaftlich kaum gestützt.

Das entspricht nicht dem aktuellen Kenntnisstand.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung ordnet die gesundheitlichen Risiken von E-Zigaretten differenziert ein.

E-Zigaretten enthalten beziehungsweise erzeugen im Vergleich zum Rauch klassischer Tabakzigaretten deutlich geringere Mengen vieler gesundheitsschädlicher Substanzen.

Daraus folgt:

E-Zigaretten werden als deutlich weniger gefährlich als herkömmliche Tabakzigaretten eingeschätzt.

Das bedeutet jedoch ausdrücklich nicht, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind.

Weniger schädlich bedeutet nicht harmlos

Beim Dampfen können gesundheitlich bedenkliche Stoffe eingeatmet werden.

Risiken können unter anderem aus dem enthaltenen Nikotin, verschiedenen Inhalts- und Zusatzstoffen, möglichen Verunreinigungen und beim Erhitzen entstehenden Substanzen resultieren.

Außerdem sind die langfristigen Auswirkungen eines regelmäßigen E-Zigaretten-Konsums noch nicht vollständig geklärt.

Deshalb sind zwei extreme Aussagen gleichermaßen problematisch:

„Vapes sind genauso gefährlich wie Zigaretten.“

und

„Vapes sind harmlos.“

Die wissenschaftlich sauberere Einordnung liegt dazwischen: E-Zigaretten reduzieren im Vergleich zur Verbrennung von Tabak die Exposition gegenüber vielen Schadstoffen erheblich, bleiben aber Produkte mit gesundheitlichen Risiken.

Tabakerhitzer als moderne Tabakerzeugnisse

Tabakerhitzer gehören im Gegensatz zu E-Zigaretten tatsächlich zu den Produkten, die Tabak verwenden.

Sie erhitzen speziell verarbeiteten Tabak bei niedrigeren Temperaturen als klassische Zigaretten.

Dadurch verändert sich die Zusammensetzung der Emissionen.

Auch bei Tabakerhitzern zeigen Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung niedrigere Konzentrationen verschiedener Schadstoffe als bei klassischen Tabakzigaretten.

Das bedeutet jedoch ebenfalls nicht, dass Tabakerhitzer risikofrei sind.

Es entstehen weiterhin Aerosole mit gesundheitlich relevanten Stoffen.

Mehr über die Entwicklung dieser Produktgruppe findest du in unserem Beitrag zu Tabakerhitzern und dem Wandel der Tabakkultur.

Warum Nikotin gesondert betrachtet werden muss

Bei der Diskussion über moderne Tabakerzeugnisse werden Gesundheitsrisiko und Nikotinabhängigkeit häufig miteinander vermischt.

Nikotin besitzt ein Abhängigkeitspotenzial.

Viele E-Zigaretten, Tabakerhitzer und klassische Zigaretten liefern Nikotin.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche gesundheitlichen Schäden des Rauchens allein durch Nikotin entstehen.

Bei Tabakzigaretten entsteht ein erheblicher Teil des Gesundheitsrisikos durch die Verbrennungsprodukte des Tabaks.

Deshalb können zwei Produkte Nikotin enthalten und trotzdem ein deutlich unterschiedliches Schadstoffprofil besitzen.

Diese Unterscheidung ist insbesondere bei Vergleichen zwischen Zigaretten, Tabakerhitzern und E-Zigaretten wichtig.

Nutzen Jugendliche überwiegend nikotinfreie Vapes?

Dafür sprechen die aktuellen Daten nicht.

Das BIÖG berichtet, dass 90 Prozent oder mehr der Konsumierenden von Mehrweg-E-Zigaretten nikotinhaltige Liquids verwenden.

Damit lässt sich der steigende Vape-Konsum bei Jugendlichen nicht einfach als Nutzung nikotinfreier Lifestyle-Produkte einordnen.

Nikotin spielt tatsächlich eine zentrale Rolle.

Gleichzeitig gelten die deutschen Jugendschutzvorschriften auch für nikotinfreie E-Zigaretten.

Design und Aromen: Nicht automatisch Ursache des Konsums

Der alte Artikel stellte einen direkten Zusammenhang her:

Moderne Designs und Aromen würden dazu führen, dass Hersteller gezielt jüngere Konsumenten gewinnen.

So eindeutig lässt sich Ursache und Wirkung anhand der dort verwendeten Quellen nicht belegen.

Richtig ist, dass Aromen, Produktdesign und Marketing in der politischen und wissenschaftlichen Debatte über Jugendkonsum eine wichtige Rolle spielen.

Daraus sollte jedoch nicht automatisch die Aussage entstehen:

„Jugendliche vapen hauptsächlich wegen bunter Verpackungen.“

Konsumverhalten kann von zahlreichen Faktoren beeinflusst werden, darunter soziale Umgebung, Verfügbarkeit, Preis, Werbung, persönliche Erfahrungen und Produktmerkmale.

Eine einzelne Ursache lässt sich daraus nicht ableiten.

Moderne Tabakerzeugnisse werden technisch komplexer

Die technische Entwicklung vieler Produkte schreitet weiter voran.

Aktuelle E-Zigaretten können beispielsweise mit:

  • Zugautomatik
  • wiederaufladbaren Akkus
  • austauschbaren Pods
  • Displays
  • Leistungsregelung
  • Puff-Zählern
  • unterschiedlichen Verdampfersystemen

ausgestattet sein.

Diese Funktionen unterscheiden moderne Geräte deutlich von frühen E-Zigaretten.

Technische Innovation allein sagt allerdings noch nichts über gesundheitliche Sicherheit oder gesellschaftliche Auswirkungen eines Produkts aus.

Ein technisch komplexeres Gerät ist nicht automatisch gesundheitlich besser oder schlechter.

Umweltaspekte werden bei modernen Produkten wichtiger

Auch die Umweltwirkung gehört inzwischen zur Debatte über moderne Tabakerzeugnisse und Nikotinprodukte.

Besonders Einweg-E-Zigaretten enthalten neben Liquid unter anderem:

  • Akkus beziehungsweise Batterien
  • elektronische Bauteile
  • Metall
  • Kunststoff

Nach einer vergleichsweise kurzen Nutzungsdauer wird das komplette Gerät zum Elektroaltgerät.

Seit dem 1. Juli 2026 gelten in Deutschland deshalb erweiterte Rücknahmeregeln für elektronische Zigaretten.

Diese und weitere regulatorische Änderungen haben wir im Überblick zu den Vape-Gesetzen 2026 in Deutschland zusammengefasst.

Mehrweggeräte lösen das Umweltproblem allerdings nicht vollständig. Auch sie enthalten Akkus und elektronische Bauteile und müssen am Ende ihrer Lebensdauer fachgerecht entsorgt werden.

Moderne Produkte verändern Nichtraucherschutz-Regeln

Regulierungsbehörden beschäftigen sich zunehmend mit Produkten, die keinen klassischen Tabakrauch erzeugen.

Der Rat der Europäischen Union verabschiedete Ende 2024 eine aktualisierte Empfehlung zu rauch- und aerosolfreien Umgebungen.

Dabei werden ausdrücklich auch E-Zigaretten und Tabakerhitzer berücksichtigt.

Die Empfehlung ermutigt Mitgliedstaaten unter anderem dazu, den Schutz vor Rauch und Aerosolen auf weitere öffentliche Bereiche auszuweiten.

Eine EU-Empfehlung ist jedoch nicht automatisch ein unmittelbar geltendes Rauch- oder Vape-Verbot in sämtlichen Mitgliedstaaten.

Die konkrete Umsetzung erfolgt weiterhin über nationale und teilweise regionale Vorschriften.

EU-Ziel: weniger als fünf Prozent Tabakkonsum bis 2040

Ein wichtiger Bestandteil der europäischen Tabakpolitik ist Europe’s Beating Cancer Plan.

Die Europäische Kommission beschreibt darin das Ziel einer „Tobacco-Free Generation“.

Bis 2040 soll weniger als fünf Prozent der Bevölkerung Tabak konsumieren.

Dabei handelt es sich um ein politisches Gesundheitsziel.

Es bedeutet nicht, dass bereits ein detailliertes Gesetzespaket beschlossen wurde, das automatisch alle klassischen und modernen Tabakerzeugnisse bis 2040 verbietet.

Genau diese Unterscheidung fehlte im alten Artikel.

Ist eine neue EU-Tabakrichtlinie bereits beschlossen?

Nein.

Die Europäische Kommission hat die bestehende Tabakregulierung überprüft.

Am 2. April 2026 veröffentlichte sie ihre Evaluation der Tabakproduktrichtlinie und der Tabakwerberichtlinie.

Dabei geht es unter anderem darum, ob der bestehende Rechtsrahmen angesichts neuer Produkte und veränderter Konsummuster weiterhin ausreichend ist.

Aus dieser Evaluation können zukünftige Gesetzesvorschläge entstehen.

Sie ist jedoch nicht dasselbe wie eine bereits verabschiedete neue „TPD3“, die sämtliche Regeln schon verbindlich verändert hätte.

Deshalb sollten mögliche zukünftige Maßnahmen zu Aromen, Warnhinweisen, Steuern oder neuen Nikotinprodukten nicht als bereits beschlossen dargestellt werden.

Moderne Tabakerzeugnisse werden unterschiedlich reguliert

Die zunehmende Vielfalt der Produkte ist auch für Gesetzgeber eine Herausforderung.

Klassische Zigaretten, E-Zigaretten, Tabakerhitzer und andere Nikotinprodukte unterscheiden sich technisch teilweise erheblich.

Dadurch gelten nicht automatisch identische Regeln für:

  • Verkauf
  • Produktgestaltung
  • Werbung
  • Besteuerung
  • Verpackung
  • Nutzung in öffentlichen Bereichen

Genau deshalb überprüft die EU ihren bestehenden Regulierungsrahmen.

Für Verbraucher und Händler bedeutet das zugleich, dass eine Regel zu klassischen Tabakzigaretten nicht automatisch eins zu eins auf eine E-Zigarette übertragen werden kann.

Dominieren moderne Tabakerzeugnisse den Markt 2026?

Dafür liefert der bisherige Artikel keine belastbaren Daten.

Die aktuellen Jugenddaten sprechen jedenfalls nicht dafür, die klassische Zigarette bereits als unbedeutendes Auslaufprodukt darzustellen.

Bei den 12- bis 17-Jährigen lag die 30-Tage-Nutzung von Tabakzigaretten 2025 mit 7,9 Prozent weiterhin leicht über Mehrweg-E-Zigaretten mit 7,3 Prozent.

Bei jungen Erwachsenen war der Abstand noch größer.

Gleichzeitig ist der starke Anstieg der Mehrweg-E-Zigaretten nicht zu übersehen.

Die sachlich richtige Aussage lautet deshalb:

Moderne Tabakerzeugnisse und neue Nikotinprodukte gewinnen an Bedeutung, während klassische Tabakzigaretten weiterhin eine relevante Rolle spielen.

Was sich tatsächlich verändert

Der Wandel liegt weniger darin, dass ein einzelnes neues Produkt die Zigarette vollständig ersetzt.

Vielmehr werden die verfügbaren Konsumformen vielfältiger.

Heute existieren gleichzeitig:

  • klassische Zigaretten
  • Einweg-E-Zigaretten
  • wiederverwendbare Pod-Systeme
  • offene E-Zigaretten
  • Tabakerhitzer

Dadurch entstehen neue Fragen für Gesundheitspolitik, Jugendschutz, Handel, Steuern, Entsorgung und Regulierung.

Gerade diese parallele Entwicklung macht moderne Tabakerzeugnisse 2026 zu einem deutlich komplexeren Thema als noch vor einigen Jahren.

Fazit: Moderne Tabakerzeugnisse verändern den Markt

Moderne Tabakerzeugnisse 2026 verändern den Konsum, ohne dass sich der Markt auf eine einzelne neue Produktgruppe reduzieren lässt.

Die klassische Zigarette spielt weiterhin eine bedeutende Rolle. Bei Jugendlichen ist der Anteil Rauchender zwischen 2021 und 2025 sogar wieder von 6,1 auf 9,6 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig legen insbesondere Mehrweg-E-Zigaretten deutlich zu. Bei den 12- bis 17-Jährigen lag ihre 30-Tage-Prävalenz 2025 bereits bei 7,3 Prozent und damit nur knapp unter der Tabakzigarette mit 7,9 Prozent.

Auch gesundheitlich müssen die Produktgruppen getrennt betrachtet werden.

E-Zigaretten und Tabakerhitzer erzeugen nach aktuellem Wissensstand deutlich niedrigere Mengen vieler Schadstoffe als klassische Tabakzigaretten und werden deshalb als weniger gefährlich eingeschätzt. Sie sind jedoch nicht risikofrei, und insbesondere bei E-Zigaretten bestehen weiterhin Wissenslücken zu langfristigen Auswirkungen.

Auf politischer Ebene verfolgt die EU das Ziel, den Tabakkonsum bis 2040 auf weniger als fünf Prozent der Bevölkerung zu reduzieren. Gleichzeitig wurde der bestehende EU-Regulierungsrahmen 2026 überprüft.

Eine vollständig neue EU-Regelung für sämtliche modernen Tabakerzeugnisse und Nikotinprodukte ist damit jedoch noch nicht automatisch beschlossen.

Der wichtigste Wandel besteht deshalb nicht darin, dass Vapes oder Tabakerhitzer die Zigarette bereits vollständig ersetzt hätten. Vielmehr entsteht ein breiterer und technisch vielfältigerer Markt, in dem traditionelle und moderne Produkte nebeneinander genutzt und zunehmend differenziert reguliert werden.

Stand: August 2026

Bildquelle: envato.com